,,Du hast mir so viel genommen... das es UNmöglich ist.. es mir in diesem Leben wieder zu geben!"
MiSSbrauch
Mord verjährt nie, wie ist es aber mit dem Mord an einer Kinderseele?
Sexueller Missbrauch ist...

... wenn Erwachsene oder ältere Jugendliche sich bewusst und absichtlich am Körper eines Kindes befriedigen oder sich von einem Kind befriedigen lassen
... gewaltsames Eindringen in die Psyche und den Körper eines Kindes durch Blicke, Bemerkungen, Gegenstände oder Körperteile
... in erster Linie körperliche und psychische Gewalt und dient als Mittel, um Macht und Überlegenheit zu gewinnen
... die Befriedigung der Bedürfnisse nach Macht, Anerkennung, Körperkontakt und Sexualität auf Kosten eines/einer Schwächeren ... ein Missbrauch des Vertrauens der Kinder.

Folgen (können sein)
- Körperverletzung und psychosomatische Beschwerden:
Wunden, Blutergüsse, Würgemale, schwere Prellungen, Hautabschürfungen, Schädelprellungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Magen-Darmstörungen, Störungen im Genitalbereich, Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten.
- Psychische Kurzzeitfolgen:
Schock, Trauma- Syndrom (Vergewaltigungssyndrom)
- Längerfristige Folgen:
Folgen in Bezug auf Körpergefühl, Identität und Sexualität der Opfer
- Längerfristige Auswirkungen & Symptome auf psychischer Ebene:
Angst
Furcht
Identitätsprobleme
Selbstwertkrise
Alpträume & Schlafstörungen
Schuldgefühle
Selbstvorwürfe
Depressionen
Selbstmordproblematik

~ FaSs MiCh An, AbEr BeRüHr MiCh NiChT ~
[22.12.03]
SEELISCHER MISSBRAUCH

Der seelische Missbrauch ist wahrscheinlich das schlimmste an dem Erlebten, denn das Kind wird vollkommen unterdrückt, manipuliert und seelisch kaputt gemacht. Die ganze Persönlichkeit wird hinfällig. Die Kinder haben nicht die Möglichkeit sich zu entfalten, zu lernen zu erkennen, was richtig ist und was falsch.
So oft haben die Kinder gelacht, wo sie doch weinen wollten, funktioniert, wo sie doch leben wollten, geschwiegen wo sie doch schreien wollten und geliebt, wo sie doch hoffen wollten.
Sie haben es nicht gelernt, selbst zu sein, sie haben nicht gelernt, zu sagen, was sie wollen, was sie fühlen, was sie fürchten. Sie haben lediglich lernen dürfen, wie es ist zu funktionieren.
Sie haben gelernt zu funktionieren und sich am Leben zu halten, da zu sein für andere. Doch dieses " Da sein" war eines Tages nur noch das Atmen denn alles andere wurde kaum noch wahrgenommen. Eine Mauer zum Schutz wurde errichtet, eine Mauer zur Tarnung.
Bei den Opfern ist es oft so, dass sie eigentlich keiner kennt, sie sind die netten Freunde, die Person, die immer da ist, die Person, die immer gute Laune hat, die immer hilft. Die Person ist wie ein Haus, das eingewachsen ist mit Efeu, es sieht wunderschön aus, ähnelt einem kleinen Schloss drum herum ist ein wunderschöner Garten, wo die Blumen blühen, die Vögel zwitschern und die Sonne scheint. Um diesen Garten ist ein Zaun, er ist aus Eisen, niemand kann diese Eisentüre öffnen. Sie ist verriegelt. Wieder und wieder betrachten die Menschen das Haus und sagen : " Es ist ein so wunderbares Haus" ......... Doch wenn man die Türe öffnet, dann sieht man, das die Tapeten kaputt sind, alte Möbel dort stehen, die Lampen nicht mehr an der Decken hängen und die Blumen längst vertrocknet sind. Diesen Anblick jedoch kann keiner sehen, da die Eisentüre verschlossen ist. Und so gehen die Betrachter an dem Haus vorbei und sagen wieder und wieder " Es ist ein so wunderbares Haus....."
Hier einige Beispiele, die Euch nahe bringen sollen, was ein Opfer beispielsweise durchleben musste, das ist nur ein Ausschnitt es kann in allen Formen vorkommen...
>>Ein schwerer Körper über dir, eine Hand auf deinem Mund. Atem an deinem Gesicht. "Du willst es doch auch" "ja Papa" (Erkenntnis des Kindes: ich bin selbst schuld, ich hab ja gesagt ich will)
>>Eine Hand grabscht nach deinem Busen der noch gar nicht richtig da ist. "Nur Frauen mit großem Busen kriegen später einen Mann, können heiraten und von zu Hause ausziehen. Mit Streicheln und Küssen bekommt man einen großen Busen! Du willst doch mal von zu Hause weg, oder?" "Ja Papa" "Also willst du auch das ich dafür sorge das dein Busen größer wird?" "Ja Papa" (Erkenntnis des Kindes: ich will ja von zu Hause weg, also bin ich schuld, ich hab ja gesagt das ich es will)
>>Ein Kind in der Badewanne. Es ist fertig mit baden. Der Vater kommt rein. "Hast du dich richtig gewaschen?" "Ja Papa" "du stinkst aber" "schweigen" "Willst du schmutzig sein und stinken?" "Nein Papa" "Soll ich dir zeigen wo du stinkst?" "ja Papa" Er gräbt seinen Finger tief zwischen die Beine des Kindes. "Riech mal, das stinkt doch" "ja Papa" "soll ich es saubermachen oder willst du stinken" "nein Papa, mach es sauber" Er tut es...... (Erkenntnis des Kindes: ich stinke, ich bin schmutzig. Papa hilft mir nur damit ich nicht mehr stinke)
Die Persönlichkeit und die Art des Denkens wird so manipuliert, dass das Kind den Fehler bei sich sucht, es empfindet sich selbst als Täter, enormer Selbsthass und Gefühllosigkeit sind nicht selten die Folge.
~ ~ ~
Sterbende Kinderseelen
Wollen stark sein
Sind dafür zu zerbrechlich
Wollen geliebt werden
Sind dafür schon zu erfroren
Wollen geschützt werden
Sind dafür schon zu oft verletzt worden
Wollen einfach nur leben
Sind dafür zu mutlos
Körperlicher sexueller Missbrauch
In die Kategorie des körperlichen sexuellen Missbrauchs gehören: Alle Formen der körperlichen sexuellen Verkehrs (Penetration etc.) , unangebrachte Berührungen oder Massagen, Verletzungen der Intimsphäre, Sodomie, Bekleidung mit sexueller Reizwäsche, Zwang zur Teilnahme an Pornographie, Zwang, Zeuge eines Missbrauchs Dritter zu werden, unnötige medizinische Prozeduren, ungebührliche Gesundheitsmaßnahmen
Gewalttätiger körperlicher Missbrauch
Der körperliche Missbrauch ist von gewalttätiger Art, wenn das Opfer dazu gezwungen wurde, mit Körperlichkeiten den Täter sexuell zu befriedigen. Zu gewalttätigen Verhaltensweisen, die während des sexuellen Missbrauchs auftreten, zählen: Misshandlungen jeder Art, körperlichen Kraftanwendungen, Festhalten, Einschränkung der körperlichen Bewegungsfreiheit, Prügel und ähnlichem, Folter, ritueller Missbrauch.
Verführerischer körperlicher Missbrauch
Der körperliche Missbrauch ist dann verführerisch, wenn keine oder kaum Gewalt angewendet wurde. Wenn zum Beispiel das Kind überredet wurde, wenn ihm gesagt wurde, das mache jeder Vater mit seiner Tochter. Bei dem verführerischen Missbrauch wird das Kind vom Täter dazu verleitet, selbst eine "aktive" Rolle bei dem Missbrauch zu spielen. Dies löst häufig Verwirrung und extreme Schuldgefühle aus. Ganz wichtig hierbei: Die Opfer sind zu unschuldig und unerfahren, um die Manipulationen und Steuerungen des Täters zu erkennen und zu umgehen. Sie waren ein Kind!
Gerade bei dem verführerischen Missbrauch wird das Vertrauen des Kindes in langer "Arbeit" aufgebaut um auf eine Gelegenheit zum Missbrauch zu warten und das Vertrauen anschließend aufs gröbste zu missbrauchen.
Der verführerische sexuelle Missbrauch kann ebenso gravierende seelische und auch körperliche Folgeschäden haben, wie der gewalttätige Missbrauch. Wichtig ist für die Betroffenen und auch für alle, die mit dieser Form des Missbrauchs in Berührung kommen: Spielen Sie es nicht herunter, bagatellisieren Sie es nicht!
Seelischer sexueller Missbrauch
Seelischer sexueller Missbrauch kann ebenso schmerzhaft und schädlich sein wie körperlicher sexueller Missbrauch. Die meisten Fälle von seelischem sexuellen Missbrauch finden in der Familie. Wenn ein Kind von einem Familienmitglied sexuell missbraucht wurde, liegt auch ein seelischer sexueller Missbrauch vor.
Seelischer sexueller Missbrauch ist nicht so einfach zu definieren und identifizieren wie körperliche sexuelle Ausbeutung. Trotzdem hier der Versuch der Beschreibung:
Zu seelischem sexuellem Missbrauch gehören:
Sexuelle Beschämungen und Verspottungen, Belästigungen und Einschüchterungen, Überreden und Manipulationen zu körperlichen Handlungen, wenn ein Kind gezwungen, genötigt oder unter Druck gesetzt wurde, eine sexuelle Reifestufe zu erklimmen, die nicht dem Alter entsprechend war.
Viele Betroffene dieser Kategorie sagen, wenn sie Berichte anderer Betroffener lesen:
"Das ist mir nicht passiert." oder "Was ich erlebt habe, war nicht so schlimm."
Jedoch ist das ein Trugschluss. Jeder Betroffene leidet ganz individuell und anders als andere, mal mehr, mal weniger. Aber Leid lässt sich nicht vergleichen. Am besten findet mensch heraus, wie schlimm die Auswirkungen tatsächlich waren, wenn der/die Betroffenen ihre Gefühle zulassen.
Gewalttätiger seelischer Missbrauch
Diese Form von sexuellem Missbrauch löst, wie andere Formen auch, tiefe Scham- und Schuldgefühle aus. All das, was hier aufgeführt wird, ist zutiefst demütigend und äußerst schmerzhaft.
Hierzu gehören:
Einschüchternder Tonfall, böser Spott und sexuelle Beschämungen, ausgelacht werden, (sexuelle) Witze oder abwertende Bemerkungen über den Körper des Kindes machen, mit abwertenden Schimpfworten belegt werden wie "Schlampe", "Hure", "Schwuchtel", "Tunte", "Penner" und ähnliches.
Diese Form wird als gewalttätig kategorisiert, weil ein Kind auf diese Art der Schmähung genau so reagiert wie auf einen körperlichen Übergriff. Die daraus resultierende Angst, die Kränkung, das Leid und die Gefühle von Scham und Schuld können schwerwiegende Konsequenzen haben.
Verführerischer seelischer Missbrauch
Als verführerischen seelischen Missbrauch bezeichnet man ungehörige, sexuell aufgeladene Interaktionen zwischen einem Kind und dem Täter. Das häufigste Beispiel dieser Art von Missbrauch ist die sexuelle Gleichsetzung von Elter und Kin
Für ein Kind ist es natürlich, zu versuchen, die Bedürfnisse der Eltern zu befriedigen. Es ist notwendig für ein Kind, dass es den Eltern gut geht, denn von ihnen hängt ihr weiteres Überleben ab. Kinder sind von Natur aus abhängig von ihren Eltern. Sobald ein Kind merkt, dass es einem Elternteil schlecht geht und leidet, wird es versuchen (ohne dass es aufgefordert wurde!) alles dafür tun, dass es ihm bald besser geht.
Immer wieder hört man Aussagen von Menschen, die zeigen, wie nötig Aufklärung über Kindesmissbrauch ist. Hier ein paar Beispiele:
- Das wird schon nicht so schlimm gewesen sein.
- Es ist doch jetzt vorbei.
- Es ist doch schon solange her, kannst Du das nicht endlich vergessen?
- Jungen können nicht vergewaltigt werden.
- Wie, der? Der ist doch so nett. Kann ich gar nicht glauben.
- Man muss Kindern beibringen, nicht mit fremden Männern mitzugehen. Dann passiert das erst gar nicht.
- Kinderschänder sind immer Männer.
- Frauen missbrauchen keine Kinder.
- Die Mädchen von heute sind doch Lolitas. Die legen es doch drauf an. Missbrauch = Vergewaltigung.
- Streicheln ist doch kein Missbrauch.
- Das würde ich sofort merken, wenn jemand sowas mit meinem Kind macht.
- Das gibts in Russland, Belgien und Polen. Aber bei uns doch nicht.
Gedanken:
Gedanken über Kindesmissbrauch? Eigentlich ein Widerspruch in sich. Kindesmissbrauch ist etwas so hässliches und abscheuerregendes, dass eigentlich nur Täter überhaupt daran denken wollen. Für normale Menschen ist es unvorstellbar, dass Erwachsene Kinder sexuell missbrauchen. Das kann es nicht geben. Das passt nicht in das Bild der "Menschlichkeit" hinein. Und deshalb wollen die meisten Menschen nicht an Missbrauch denken, oder darüber nachdenken.
Wir müssen uns jedoch darüber Gedanken machen, um der Opfer willen. Denn Kindesmissbrauch ist ein schweres Verbrechen. Die Täter nutzen das Vertrauen von Kindern für ihre Zwecke aus. Sie wissen genau, dass sie den Kindern emotional, körperlich und seelisch überlegen sind. Und sie nutzen diese Überlegenheit über die Kinder aus, um sie zu missbrauchen.
Kinder, die missbraucht werden, dürfen keine Kinder sein. Sie sind kleine "Erwachsene", denen mehr Last auf die Schultern gelegt wird, als viele Erwachsene je tragen müssen. Sie werden durch das Verbrechen systematisch zerstört und ihrer kindlichen Rechte beraubt. Im Prinzip dürfen sie weder Kind noch Erwachsene sein. Sie werden benutzt, so wie es dem Täter gerade gefällt; sie müssen sich fügen, müssen gehorchen, müssen funktionieren. Und vor allem müssen sie schweigen! Der Täter weiß genau, dass das was er tut ein Verbrechen ist, und das Schweigen der Opfer wird mit allen Mitteln erzwungen.
Ist das Kind erwachsen, kämpft es Tag für Tag mit den Folgen des Erlebten. Nicht zu Unrecht nennen die erwachsenen Opfer sich selbst "Überlebende" - weil sie schreckliche Dinge überlebt haben. Lernen die Opfer, über all das Erlebte zu reden, müssen sie sich mit der Unwissenheit und der Ohnmacht unserer Gesellschaft auseinandersetzen. Überlebende werden oft als Lügner, Simulanten, ja sogar als Täter hingestellt.
Vorurteile, Manipulation, Angst, Scham, Schuldgefühle, Depression, körperliche und seelische Krankheiten - das alles und vieles mehr macht es den Opfern meist unmöglich, das vom Täter auferlegte Schweigen zu brechen. Aber ohne darüber zu reden kann keine differenzierte Aufklärung der Gesellschaft über Kindesmissbrauch stattfinden. Und ohne die Aufklärung von Kindern, Frauen und Männern - den Menschen die unsere Gemeinschaft ausmachen - können wir den weiteren sexuellen Missbrauch an Kindern nicht verhindern.